Darius Meyer

Darius Meyer

Was war dein schönster Moment in Äthiopien?

Den wirklich schönsten Moment mit der Stiftung kann ich so konkret gar nicht bestimmen, denn jeder Moment, den wir zusammen erlebt haben, war auf seine ganz eigene Art der schönste Moment.
Was mich einfach jedes Mal aufs Neue beeindruckt hat, war diese Herzlichkeit, mit der wir empfangen wurden. Niemand war peinlich berührt, man war sofort ein Teil der Gemeinschaft. Es war immer so, als würde man seine Familie besuchen, wenn man in ein neues Dorf kam.
Man muss sich vorstellen, dass diese Menschen so gut wie nichts haben und trotzdem war es ihnen wichtig uns so viel zu geben, wie möglich. Dieses Geschenk der Gastfreundschaft ist einfach nur unbezahlbar, da es aus tiefstem Herzen kommt. Auch jedes Kind ist auf seine Art und Weise ein ganz besonderer Schatz. Wir hatten keinerlei Möglichkeiten mit Ihnen zu sprechen und trotzdem gibt es eine Sprache, die jedes Kind versteht. Es war das Spielen und das Lachen. Mehr brauchte es nicht um sich zu verstehen. Immer wieder wurde mir gezeigt wie gleich wir alle doch sind, nur wie Neven schon immer sagte, hatten wir einfach das Glück, dass wir in einem anderen Land geboren wurden.

Was war deine Motivation, deinen Urlaub dafür zu nutzen?

Als ich 2014 von Neven das erste man angerufen wurde und ich gefragt wurde, ob ich Lust hätte nach Äthiopien zu fliegen, um dort ehrenamtlich Stiftungsprojekte zu filmen, zögerte ich keine Sekunde. Zwei Wochen später saß ich im Flieger nach Äthiopien.
Als ich 2015 wieder gefragt wurde, die gleiche Reaktion. Neven rief an und wollte, dass ich wieder mit komme und auch hier zögerte ich keine Sekunde.
Wenn man mich jetzt fragen würde, was eigentlich meine Motivation sei meinen Urlaub für die Stiftung einzusetzen, dann kann ich diese Frage nur schwer beantworten. Ich finde, ich brauche keine Motivation, um der Stiftung zu helfen. Ich sehe es als eine Selbstverständlichkeit an, Menschen, die weniger haben als ich, zu helfen. Außerdem erfüllt diese „Arbeit“ einen mit soviel Glück und Liebe, dass man es nicht als Arbeit sehen kann, sondern als ein Geschenk, das man bekommt.

Was erhoffst du dir zukünftig für die Menschen in Äthiopien?

Leider ist Äthiopien immer noch eines der ärmsten Länder der Welt und dies wird sich wohl leider in den nächsten Jahren auch nicht ändern. Jedoch ist die ganze Arbeit ein guter Anfang um den Menschen dort zu helfen. Sanitäre Anlagen und sauberes Wasser ermöglichen den Kindern dort eine gesunde Entwicklung. Dadurch haben sie die Chance regelmäßig die Schule zu besuchen und ihren angestrebten Beruf zu erlernen. Wenn man ein Kind in Äthiopien fragt, was es werden möchte, wenn es groß ist, dann bekommt man immer eine ähnliche Antwort. Einen Job mit dem sie mehreren Menschen helfen könnten. Ich hoffe inständig, dass die Kinder dies irgendwann mal schaffen und die Stiftung gibt ihnen dort eine gute Starthilfe um sich auf ihre Bildung konzentrieren zu können, um dann später das Land zu verändern.