Teka Schule

Kibron und Temsgem haben große Pläne. Die Schule ist für sie ein Ort der Freude und Inspiration.


GPS14.05527 39.43735
Anzahl NutzerInnen800
Fertigstellung26/02/2015
PlaketteNeven Subotic Stiftung 100% HYGIENE


Große Träume starker Jungs

Kibron und Temsgem sind 11 Jahre alt. Beide besuchen die Teka-Schule, etwa 15 Kilometer entfernt von Hawzien im Norden Äthiopiens. Wie die meisten Jungs hier verbringen auch Kibron und Temsgem jede freie Minute damit Fußball oder Fangen zu spielen.

Kirbron, dessen Name auf Deutsch “Stolz der Familie” bedeutet, hat in seinen jungen Jahren schon viel erlebt. Besonders traurig stimmt ihn und seine Familie bis heute, dass er ohne seinen Vater aufwachsen muss. Als Kibron noch ein kleiner Junge war, starb sein Vater an einer Durchfallerkrankung. Kibrons Mutter erzählt ihrem Sohn viel von seinem Vater, der als Bauer arbeitete. Noch immer besitzt die Familie ein Schaf und einen Stier. Kibron möchte auch einmal Bauer werden und ebenso wie sein Vater die Familie gut ernähren. Doch zunächst will er die Schule beenden und noch mehr über die Landwirtschaft, die Geschichte und Kultur seiner Heimat in seinem Lieblingsfach “Tigray” kennenlernen.

Auch Temsgem (“Gottes Dank”) geht gerne zur Schule. Er ist ein besonders fleißiger Schüler und vor allem Naturwissenschaften machen ihm Spaß. Später möchte er einmal Arzt werden, um kranken Menschen zu helfen und Leben zu retten. Ähnlich wie Kibron, übernimmt auch Temsgem bereits in jungen Jahren viel Verantwortung in seiner Familie. Nach der Schule gehört das beschwerliche Wasserholen zu seinen Aufgaben.

Durch den Bau eines Brunnens an der Teka-Schule hat sich das Leben der beiden Jungs in letzter Zeit erheblich verändert. Die Erschöpfung nach der Schule ist deutlich geringer, da die beiden nun auch während der Schulzeit dauerhaft frisches und sauberes Wasser trinken können. Und auch der Gang zur Toilette ist nun kein gefährliches Abenteuer mehr. Neue Sanitäranlagen stehen zur Verfügung und bieten einen sicheren und sauberen Schutzraum für Jungs und Mädchen.

Für Kibron und Temsgem bleibt nun deutlich mehr Zeit, sich darauf zu konzentrieren ihre großen Ziele zu erreichen. Sie fühlen sich stark genug, um täglich zur Schule gehen zu können, sind gesund und munter, freuen sich auf das Lernen und Spielen. Hiwet, die als Lehrerin arbeitet ist glücklich darüber, mit wieviel Elan und Eifer ihre Schüler jeden Tag die Schule besuchen. Die Mathematik-Lehrerin nimmt sich auch nach der Schule viel Zeit, um mit den Schülern Probleme oder Fragen zu besprechen. Es ist ihr besonders wichtig, dass Kinder an ihren Träumen arbeiten können und Freude am Lernen haben. Gute Voraussetzungen für Kibron und Temsgem, später einmal als Bauer und Arzt viel für ihre Familien und die Gemeinde tun zu können.