Debremear Schule

Auf unserem Äthiopien-Trip 2017 besuchten wir die Debremear Schule.


PlaketteDebremear school RSBH Neven Subotic Stiftung 100% HYGIENE

An der Debremear Schule entstanden mit der Hilfe von zahlreichen Spendern der Stiftung 2015 ein Brunnen und geschlechtergetrennte Toilettenanlagen.

Vor Ort wurden wir vom Direktor der Schule und dem hiesigen WASH-Club begrüßt.

Zum WASH-Club gehören diejenigen Schülerinnen und Schüler, die im Umgang mit Brunnen, Latrinen und Hygiene geschult sind und ihrerseits ihr Wissen an Mitschüler, Freunde und Familie weitergeben.
Alle Gruppenmitglieder bekamen wir ein WASH-Club T-Shirt überreicht und wurden jubelnd in die Gemeinschaft aufgenommen.

Nach dieser herzlichen Begrüßung, bei der Lieder gesungen, getanzt und gemalte Plakate gezeigt wurden, durften wir den Brunnen in Augenschein nehmen und uns von seiner ordnungsgemäßen Funktionalität überzeugen. Danach durften wir uns die Klassenräume ansehen und einer traditionellen Kaffeezeremonie beiwohnen. Schnell entwickelten sich zahlreiche Gespräche mit dem Schuldirektor, dem Lehrpersonal und den Kindern.

Wenn es bei der Verständigung manchmal an Worten mangelte, konnte ein Lächeln schnell Abhilfe schaffen. Gestenreich versuchten wir den Kindern zu erklären, wo wir herkommen und was wir dort so alles machen. Blitzschnell lernten die Kinder unsere Namen und forderten im engen Klassenraum zum gemeinsamen Tanzen auf. Dieser liebevollen Aufforderung konnte sich niemand entziehen und bald tanzte fast die gesamte Gruppe umringt von den Schulkindern durchs Klassenzimmer.

Nebenbei erfuhren die Tanzmuffel der Gruppe vom Schuldirektor, dass seit dem Brunnenbau und den Latrinen vielmehr Kinder zur Schule gehen, die jetzt insgesamt 560 Schülerinnen und Schülern eine Ausbildung ermöglicht. Die Kinder kommen außerdem viel regelmäßiger zur Schule und sind jetzt viel konzentrierter bei ihren Unterrichtseinheiten.

Da Sport eine universelle Sprache ist, wurde noch schnell ein Fußballspiel mit gemischten Mannschaften anberaumt. Das holprige Geläuf bot einige Tücken, trotzdem konnten ungeahnte Talente auf den Positionen des Mittelfeldregisseurs, Außenläufers und Torwarts entdeckt werden. In der prallen Sonne und der für uns nicht unbeträchtlichen Höhe von über 2.000 Metern war allerdings schon nach 25 Minuten wieder Abpfiff. Konditionell war bei vielen einfach nicht mehr drin.

Zum Glück konnte der Durst am Schulbrunnen gestillt werden, der frisches und sauberes Trinkwasser bereit hielt.

Mit sehr schönen Erinnerungen im Gepäck verließen wir die Debremear Schule und freuen uns schon auf den nächsten Besuch hier. Mit der Bildung, die die Kinder hier erhalten, können sie ihren persönlichen Träumen bestimmt ein Stückchen näher kommen. Wissen und Liebe sind schließlich die einzigen Dinge, die mehr werden, wenn man sie teilt.