Debre Abay Schule

Teams von 15 Schülerinnen und Schülern bilden an der Debre Abay Schule einen sehr effektiven WASH-Club.


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Willkommen beim WASH-Club der Debre Abay Schule.

Die Debre Abay Schule hat insgesamt 1010 Schülerinnen und Schüler. Jeweils 15 Schülerinnen und Schüler bilden dort einen sehr effektiven WASH-Klub, der sich im Alltag um die Bedienung des Brunnens, die Reinigung der Toiletten und die nötige Aufklärung der Gemeinde kümmert.

Zu unserer Begrüßung hatte sich nicht nur die gesamte Schülerschaft versammelt. Die gesamte Gemeinde, die stark in den Schulalltag integriert ist, kam extra mit Pferden, um uns mit viel Gesang und voller Fröhlichkeit willkommen zu heißen. Das war eine besondere Geste, denn Pferde sind in Äthiopien nur für ganz besondere Anlässe vorgesehen, zum Beispiel bei Hochzeiten.

Auch sonst gab man sich sehr große Mühe, dass wir uns sofort heimisch fühlten. Der Schulleiter hatte sich mit seiner Gemeinde um frisch gebrühten Kaffee gekümmert – schon bei der ersten Tasse spürten wir eine starke Verbindung zwischen uns und den Menschen vor Ort.
Im Gespräch mit dem Schulleiter haben wir viel über die alten Zustände erfahren, die hier herrschten, bevor der Brunnen und die Sanitäranlagen durch eure Hilfe errichtet wurden. Die Schülerinnen und Schüler mussten lange Wege zurücklegen, um an Wasser zu kommen. An den Schulbesuch war deshalb allein aus zeitlichen Gründen oft nicht zu denken. Das Wasser, das die Gemeinde bezog, stammte aus einem dreckigen Fluss. Häufig gab es dort jedoch fast kein Wasser, dann musste mit Händen im Boden gegraben werden, um wenigstens eine kleine Menge auftreiben zu können.

Als die Gemeinde vor etwas mehr als einem Jahr erfuhr, dass sie einen Brunnen und Toiletten erhalten würde, konnten es die Menschen in Debre Abay zunächst gar nicht glauben. Jetzt steht der Beweis ganz real bei ihnen an der Schule.

Viele Menschen – Lehrer, aber auch normale Gemeindemitglieder – brachten ihre kleinen Babys mit zu unserem Empfang. Die Vorfreude, dass ihre Kinder zur Schule werden gehen können, war ihnen deutlich anzumerken. Die Kleinen haben nun eine bessere Zukunft unter menschenwürdigen Bedingungen vor sich. Ihnen wird Bildung ermöglicht und so die Chance eröffnet, ihre Träume wahr werden zu lassen.

Für uns war es ein besonders toller Tag. Wir haben viele süße Babys gesehen, vor allem aber auch jede Menge glückliche Schüler, die von nun an mit sauberem Wasser und hygienischen Toiletten aufwachsen werden.